Lagerungseinrichtungen wie Regalanlagen sind aufgrund ihrer Bedeutung für die Logistik besonders sicherheitsrelevant. Schäden oder Unfälle an Regalen können leicht zu schweren Verletzungen von Mitarbeitern und teuren Schäden an Ihrem Lagerinventar führen. Mit einer Infografik erläutert unser Produktexperte Ihnen sieben wichtige Sicherheitseinrichtungen an Regalanlagen.

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1. Ordnungsgemäßer Zustand der Regalanlage: Regalkennzeichnung

Ohne klare Informationen und wichtige Hinweise droht die Gefahr, Regale falsch zu benutzen. Daher kommen mindestens zwei Formen von Regalkennzeichnung zum Einsatz: Typenschilder geben Informationen zur maximalen Feld- und Fachlast. Damit kann jeder Mitarbeiter direkt die Belastbarkeit der Regalanlage erkennen. Außerdem zeigt eine Prüfkennzeichnung den Prüfstatus entsprechend der vorgeschriebenen Regalinspektion an.

Zusätzlich kann auch weitere Regal- und Lagerkennzeichnung zum Einsatz kommen. So nutzen die meisten Unternehmen Kennzeichnungssysteme zur Orientierung im Lagerbereich. Ergänzt wird dies häufig durch weitere Hinweisschilder, um weitere Sicherheitsinformationen zum Regal zu geben.

2. Sichere Lagerung: Durchschubsicherung

Gerade bei hohen Regalen sollte das versehentliche Durchschieben von Paletten oder Lasten verhindert werden. Nicht nur drohen Beschädigungen an der Last, sondern es drohen auch schwere Unfälle, wenn Gegenstände von einem Hochregal hinunterstürzen. Daher kommen Profile zum Einsatz, die so angebracht sind, dass entweder eine Palette oder die Last nicht durchgeschoben werden können. Die Profile eignen sich allerdings nicht zur Stoßabfederung und dürfen daher nicht zum Bremsen der Last oder Palette bei der Einlagerung gebraucht werden.

3. Schutz vor herabfallenden Gegenständen: Sicherung gegen Herabfallen

Ebenso wie herabfallende Last, die beim Einlagern durchgeschoben wurde, stellt auch seitlich herunterfallende Last ein potenzielles Risiko dar. Daher sollten die Stützen an jeder freien Seite einen halben Meter über die Auflage ragen und so ein seitliches Herabfallen der Paletten oder Lasten unterbinden.

4. Schutz vor Sachschäden und Verletzungen: Aushebesicherung

Lasten oder Paletten können auch herunterfallen, wenn beim Einlagern aus Versehen die Querstreben des Regals herausgehoben werden. Mithilfe von Aushebesicherungen werden die Querstreben gegen Herausheben gesichert.

5. Sicherung der Stabilität: Diagonalverstrebung

Um das Regal zu stabilisieren, müssen beide Seiten des Regals durch Quer- bzw. Diagonalstreben miteinander verbunden werden. Damit werden Krafteinwirkungen und damit verbundene Schwingungen auf das gesamte Regal geleitet und so das Regal insgesamt stabiler.

6. Schutz vor dem Lagerverkehr: Anfahrschutz

Eine besondere Gefahr im Lager droht durch Kollisionen von Gabelstaplern oder anderen Fahrzeugen mit dem Regal. Schnell kann ein solcher Unfall dazu führen, dass das gesamte Regal in sich zusammenstürzt. Daher müssen Regale gegen solche Rammunfälle gesichert werden.

Anfahr-­ oder Rammschutz dient dazu, die Stützen der Regale vor Kollisionen mit Flurförderzeugen oder anderen Fahrzeugen im Lager zu schützen. Die Anfahrschutzprofile werden vor den Regalstützen – ohne diese zu berühren – angebracht und sichern diese somit vor Anfahrunfällen. Die DGUV Regel 108-007 legt dazu mehrere Eigenschaften fest. So sollen sie mindestens 30 cm hoch vor den Stützen angebracht werden. Ferner fordert die Regel eine Energieabsorption von mindestens 400 Joule (400 Nm), was durch Metall-Rammschutz gewährleistet wird. Typischerweise verwendet man Anfahrprofile mit einer schwarz-gelben Schraffur, um eine ideale Signalwirkung zu erzielen.

7. Sicherer Stand: Bodenverankerung

Regale dürfen natürlich nicht verschoben werden können. Meist sind die Regalsysteme so eingepasst, dass die Regale an ihrem Stehplatz kaum Spielraum haben. Jedes Verschieben würde damit die Gefahr bergen, andere Regale umzuwerfen. Daher müssen Regale mit Bodenankern oder Schweißverbindungen im Boden fixiert werden.

» SETON Rammschutz

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